Visible Undercurrent 2014 © Photo Michéal Rowsome

2014

Visible Undercurrent KICK OFF

Visible Undercurrent fragte nach den Spuren des postmodernen Tanzes der späten 80er und 90er Jahre in New York und danach, wie dieser sich über den Einfluss der Schulen für Choreographie EDDC / Arnheim und SNDO/Amsterdam im Berlin der Nachwendezeit bis heute ausgewirkt hat. Zum KICK OFF, vom 11. bis 13. September 2014, wurden Yoshiko Chuma, Mark Tompkins und Eva Karczag sowie Meg Stuart, Sasha Waltz und Jeremy Wade eingeladen, sich an drei Abenden miteinander in Improvisationen über ihre Erinnerungen und deren aktuelle Bedeutung auszutauschen. Dabei wurden Fragen nach der Bedeutung von politischem Aktivismus in künstlerischen Arbeiten, nach improvisatorischen Verfahren und deren demokratischer Verfasstheit, nach künstlerischem Arbeiten im Angesicht der AIDS-Krise, Queer- und Genderfragen diskutiert. Am dritten Abend improvisierten alle gemeinsam mit vier jungen Tänzer_innen (Asaf Aharonson, Marcio Canabarro, Mor Demer, Paul Singh). Unter der Fragestellung, was für die junge Generation tatsächlich noch relevant für ihre eigene Arbeit als Tänzer_innen und Choreograph_innen sei, wurden die Erfahrungen aus den drei Abenden in das neue Stück, das sie gemeinsam mit Peter Pleyer entwickelten, integriert.

Visible Undercurrent - Programm cover
CRANKY BODIES a/company
Visible Undercurrent 2014 © Photo Michéal Rowsome

Irene Sieben, TANZ Magazin

"Nichts Neues unter der Tanzsonne? Weit gefehlt meint Peter Pleyer. Er versammelt in Berlin die Avantgarde von gestern, um deren Energie in Gegenwartsströme einzuleiten."